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Dachdecker Gehalt 2026: Was du als Dachdecker wirklich verdienst

Was verdient ein Dachdecker 2026? Der bundesweite Median liegt bei 3.783 Euro brutto im Monat. Erfahre, wie hoch Tariflohn und Stundenlohn sind, welche Unterschiede es zwischen Lohngruppen und Bundesländern gibt und worauf du bei deinem eigenen Gehalt achten solltest.
Dachdecker Gehalt 2026: Was du als Dachdecker wirklich verdienst

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3.783 Euro brutto im Monat. Das ist der Median für Dachdecker und Bauklempner in Deutschland nach dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit mit Datenstand 2025. Die mittlere Hälfte der Vollzeitbeschäftigten liegt zwischen 3.297 und 4.277 Euro brutto.

Beim Dachdecker Gehalt lohnt sich aber der Blick auf den Stundenlohn. Bis zum 30. September 2026 beträgt der tarifliche Ecklohn für einen Dachdecker-Gesellen 22,51 Euro pro Stunde. Ab dem 1. Oktober 2026 steigt er auf 23,28 Euro. Was auf deinem Lohnzettel steht, hängt außerdem von Tarifbindung, Lohngruppe, Verantwortung und Betrieb ab. Genau diese Unterschiede schauen wir uns an.

Dachdecker Gehalt 2026 auf einen Blick

  • Median: Dachdecker und Bauklempner kommen bundesweit auf 3.783 Euro brutto im Monat.
  • Tariflohn: Ein Dachdecker-Geselle in Lohngruppe 4 erhält bis Ende September 2026 tariflich 22,51 Euro pro Stunde.
  • Erhöhung: Ab dem 1. Oktober 2026 steigt der tarifliche Ecklohn für Gesellen auf 23,28 Euro pro Stunde.
  • Mindestlohn: Für gelernte Beschäftigte im Dachdeckerhandwerk gelten seit Januar 2026 mindestens 16,60 Euro brutto pro Stunde.
  • Erfahrung: Zehn Berufsjahre führen nicht automatisch zu einer höheren Lohngruppe. Tätigkeiten und Verantwortung sind für die tarifliche Einstufung wichtiger.
  • Region: Beim BA-Median reicht die Spanne der veröffentlichten Bundesländer unter anderem von 3.587 Euro im Saarland bis 4.029 Euro in Nordrhein-Westfalen.

Wie hoch ist das Dachdecker Gehalt 2026?

Der bundesweite Median für Dachdecker und Bauklempner liegt laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit bei 3.783 Euro brutto monatlich. Das untere Quartil liegt bei 3.297 Euro, das obere bei 4.277 Euro. Das bedeutet: Ein Viertel verdient höchstens 3.297 Euro, ein Viertel mindestens 4.277 Euro. Die Daten beziehen sich auf sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigte und haben den Datenstand 2025.

Der Median ist für deinen Marktwert interessanter als ein einfacher Durchschnitt. Trotzdem sagt er noch nicht, was dein Betrieb zahlen müsste. Dafür musst du unterscheiden zwischen Branchenmindestlohn, tariflichem Stundenlohn und dem Lohn, den dein Betrieb tatsächlich vereinbart hat.

Wenn du wissen willst, wie dein eigener Lohn im Vergleich dasteht, kannst du zusätzlich den Gehalts-Check von KarriereGrün nutzen. Ohne Vergleichswerte ist schwer einzuschätzen, ob 50 Cent mehr wirklich gut sind oder dein Stundenlohn längst hinter dem Markt zurückliegt.

Was verdient ein Dachdecker ausgelernt?

Beim Dachdecker Gehalt ausgelernt ist die Lohngruppe wichtiger als die reine Zahl der Berufsjahre. Der Tarif unterscheidet unter anderem Junggesellen, Gesellen, Fachgesellen und Vorarbeiter. Bis zum 30. September 2026 gelten folgende Tarifstundenlöhne:

Einstufung Lohngruppe Tariflohn bis 30.09.2026
Dachdecker-Junggeselle LG 3 20,26 Euro pro Stunde
Dachdecker-Geselle LG 4 22,51 Euro pro Stunde
Dachdecker-Fachgeselle LG 5 24,76 Euro pro Stunde
Vorarbeiter LG 6 25,89 Euro pro Stunde

Der tarifliche Gesellenlohn von 22,51 Euro ist damit etwas völlig anderes als der allgemeinverbindliche Mindestlohn für gelernte Beschäftigte. Ein Betrieb, der nur den Branchenmindestlohn zahlt, liegt deutlich unter dem tariflichen Ecklohn.

Für die Einordnung deines Angebots lohnt sich deshalb ein Blick auf den Dachdecker Stundenlohn statt nur auf das Monatsbrutto. Frag im Gespräch auch nach deiner konkreten Lohngruppe. Ein Satz wie „Wir zahlen nach Tarif“ hilft dir wenig, wenn niemand sagt, wie du eingruppiert wirst.

Dachdecker Gehalt nach Tarif: Was gilt 2026?

Seit dem 1. Januar 2026 beträgt der allgemeinverbindliche Branchenmindestlohn im Dachdeckerhandwerk 14,96 Euro pro Stunde für ungelernte Beschäftigte und 16,60 Euro für gelernte Beschäftigte. Der Mindestlohn für gelernte Arbeitnehmer steigt zum 1. Januar 2027 auf 17,10 Euro und zum 1. Januar 2028 auf 17,60 Euro.

Diese Untergrenzen gelten über die 13. Dachdeckerarbeitsbedingungenverordnung auch für Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Geltungsbereich, die selbst nicht an den Mindestlohntarifvertrag gebunden sind.

Der vollständige Lohntarifvertrag ist davon zu unterscheiden. Der tarifliche Ecklohn eines Gesellen beträgt bis zum 30. September 2026 22,51 Euro pro Stunde. Ab dem 1. Oktober 2026 steigt er auf 23,28 Euro pro Stunde. Ob du Anspruch auf diesen Tariflohn hast, hängt unter anderem von der Tarifbindung deines Arbeitsverhältnisses oder einer entsprechenden Regelung im Arbeitsvertrag ab.

Genau deshalb solltest du bei einem Wechsel nicht nur fragen: „Was zahlt ihr pro Stunde?“ Schau auch in den Vertrag. Unser Beitrag zum Arbeitsvertrag im Handwerk zeigt dir, welche Punkte du vor der Unterschrift prüfen solltest.

Dachdecker Gehalt nach Bundesland: Wo wird mehr gezahlt?

Beim Dachdecker Gehalt nach Bundesland gibt es messbare Unterschiede. Die Bundesagentur für Arbeit weist für Dachdecker und Bauklempner folgende Medianentgelte aus. Die Werte zeigen das monatliche Brutto von Vollzeitbeschäftigten und stammen aus dem Entgeltatlas mit Datenstand 2025.

Bundesland Median brutto pro Monat
Nordrhein-Westfalen 4.029 Euro
Bayern 3.947 Euro
Baden-Württemberg 3.925 Euro
Hessen 3.915 Euro
Niedersachsen 3.904 Euro
Schleswig-Holstein 3.867 Euro
Rheinland-Pfalz 3.865 Euro
Saarland 3.587 Euro

Das heißt nicht, dass jeder Dachdecker in Nordrhein-Westfalen mehr bekommt als ein Kollege in Bayern. Der Median beschreibt die Beschäftigten im jeweiligen Bundesland. Betriebsgröße, Tarifbindung, Spezialisierung und Verantwortung können deinen persönlichen Lohn stärker verändern als die Landesgrenze.

Dachdecker verlegt Dachziegel auf einem modernen Steildach, während ein Kollege weitere Materialien vorbereitet

Wie hoch ist das Dachdecker Gehalt netto?

Ein pauschales Dachdecker Gehalt netto gibt es nicht. Zwei Gesellen mit demselben Bruttolohn können unterschiedliche Nettobeträge ausgezahlt bekommen. Steuerklasse, Kinder, Kirchensteuer und Krankenkasse beeinflussen den Betrag auf dem Konto.

Für einen Gehaltsvergleich solltest du deshalb mit dem Brutto-Stundenlohn oder dem Bruttomonatslohn arbeiten. Nur diese Werte kannst du zwischen zwei Arbeitgebern sauber vergleichen. Achte außerdem darauf, ob zusätzliche Zahlungen im normalen Stundenlohn stecken oder tatsächlich obendrauf kommen.

Wenn du bei einem Wechsel mehr verdienen willst, verhandle deshalb nicht vom gewünschten Netto rückwärts. Entscheidend ist, welchen Bruttolohn du für deine Qualifikation und Verantwortung verlangen kannst. Wie du dabei eine vernünftige Forderung aufstellst, erklären wir im Beitrag Gehalt beim Jobwechsel verlangen.

Was verdient ein Dachdecker nach 10 Jahren?

Beim Dachdecker Gehalt nach 10 Jahren gibt es keinen automatischen Tarifwert nur wegen der Berufserfahrung. Wer zehn Jahre als Geselle arbeitet, rutscht dadurch nicht automatisch vom Gesellen zum Fachgesellen oder Vorarbeiter. Für die Einstufung zählt, welche Tätigkeiten und Verantwortung du tatsächlich übernimmst.

Genau hier verschenken erfahrene Fachkräfte Geld. Wer seit Jahren Baustellen selbstständig abwickelt, neue Kollegen einarbeitet, schwierige Anschlüsse übernimmt oder Verantwortung in der Kolonne trägt, sollte nicht nur mit „zehn Jahren Erfahrung“ argumentieren. Beschreibe, was du heute kannst, was ein frisch ausgelernter Geselle noch nicht übernimmt und welche Verantwortung bei dir landet.

Wenn dein Betrieb diese Entwicklung beim Lohn nicht mitgeht, musst du nicht sofort kündigen. Bei KarriereGrün kannst du kostenfrei Mitglied werden. Dein Profil ist nicht öffentlich und dein Talent-Scout kann mit dir einordnen, welche Betriebe in deiner Region zu deinen Vorstellungen passen. Du entscheidest selbst, ob du mit einem Betrieb sprechen willst.

Was dir beim Dachdecker Gehalt keiner sagt

Ein hoher Stundenlohn allein macht noch keinen guten Wechsel. Auf dem Dach merkst du schnell, ob der Betrieb funktioniert. Wie sind die Baustellen vorbereitet? Wer organisiert Material und Gerüst? Wie wird mit Überstunden umgegangen? Musst du ständig mit deinem eigenen Werkzeug improvisieren? Wie redet der Meister mit der Kolonne, wenn es eng wird?

Andersherum solltest du einen guten Betrieb nicht wegen 30 Cent Stundenlohn Unterschied abschreiben. Kurze Fahrten, vernünftige Ausrüstung, geregelte Abläufe und ein Chef, der Verantwortung auch bezahlt, können im Alltag mehr wert sein. Gehalt bleibt trotzdem ein harter Faktor. Wenn du Fachgesellenarbeit machst, aber dauerhaft wie ein Einsteiger bezahlt wirst, solltest du das ansprechen.

KarriereGrün hilft dir dabei, nicht erst nach der Unterschrift herauszufinden, wie ein anderer Betrieb arbeitet. Du musst dafür keine Bewerbungen an zwanzig Dachdeckerbetriebe schicken. Die Mitgliedschaft ist kostenfrei und unverbindlich, dein Talent-Scout spricht mit dir darüber, was beim nächsten Arbeitgeber tatsächlich besser werden soll.

Wie kannst du als Dachdecker mehr Gehalt herausholen?

Mehr Geld bekommst du selten dafür, dass du einfach länger wartest. Gute Argumente kommen aus deiner Arbeit auf dem Dach, nicht aus deinem privaten Kontostand. Geh deshalb mit einer konkreten Bestandsaufnahme ins Gespräch.

  1. Prüfe deinen Stundenlohn: Vergleiche zuerst deinen aktuellen Bruttolohn mit Mindestlohn, Tariflohn und den Medianwerten der Bundesagentur für Arbeit.
  2. Klär deine Einstufung: Prüfe, welche Aufgaben du tatsächlich erledigst und ob das zu deiner bisherigen Lohngruppe passt.
  3. Sammle Verantwortung: Notiere konkrete Beispiele wie selbstständig geführte Baustellen, anspruchsvolle Abdichtungen, Einweisung neuer Kollegen oder Verantwortung für Material und Ablauf.
  4. Vergleiche das Gesamtpaket: Stundenlohn, Arbeitszeit, Fahrten, Überstundenregelung und Entwicklungsmöglichkeiten gehören zusammen.
  5. Schau dich diskret um: Du musst nicht kündigen, um deinen Marktwert zu testen. Als Mitglied bei KarriereGrün bleibt dein Profil nicht öffentlich. Erst wenn du zustimmst, entsteht Kontakt zu einem Betrieb.

Häufige Fragen zum Dachdecker Gehalt

Ein Dachdecker-Geselle in Lohngruppe 4 erhält nach Tarif bis zum 30. September 2026 22,51 Euro brutto pro Stunde. Ab dem 1. Oktober 2026 steigt der Ecklohn auf 23,28 Euro. Der allgemeinverbindliche Mindestlohn für gelernte Beschäftigte liegt 2026 dagegen bei 16,60 Euro pro Stunde. Tariflohn und Branchenmindestlohn sind also nicht dasselbe.

Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit nennt für Dachdecker und Bauklempner bundesweit einen Median von 3.783 Euro brutto pro Monat. Die mittlere Hälfte der Vollzeitbeschäftigten liegt zwischen 3.297 und 4.277 Euro. Dein tatsächlicher Monatslohn kann durch Lohngruppe, Tarifbindung, Region, Verantwortung und zusätzliche Leistungen deutlich davon abweichen.

Seit dem 1. Januar 2026 gelten im Dachdeckerhandwerk mindestens 14,96 Euro brutto pro Stunde für ungelernte und 16,60 Euro für gelernte Beschäftigte. Für gelernte Arbeitnehmer steigt der Branchenmindestlohn zum 1. Januar 2027 auf 17,10 Euro und zum 1. Januar 2028 auf 17,60 Euro pro Stunde.

Ja, im Tarif ist der Unterschied klar geregelt. Bis Ende September 2026 liegt der Tariflohn eines Dachdecker-Gesellen in Lohngruppe 4 bei 22,51 Euro pro Stunde. Ein Dachdecker-Fachgeselle in Lohngruppe 5 kommt auf 24,76 Euro. Entscheidend ist aber, ob dein Arbeitsverhältnis den entsprechenden Tariflohn vorsieht und deine Tätigkeit die Einstufung erfüllt.

Nicht automatisch. Der Dachdecker-Tarif unterscheidet Lohngruppen nach Tätigkeit und Qualifikation, nicht einfach nach zehn oder fünfzehn Berufsjahren. Erfahrung hilft dir vor allem dann beim Gehalt, wenn daraus zusätzliche Fähigkeiten und Verantwortung entstanden sind. Wer Fachgesellenaufgaben übernimmt oder als Vorarbeiter eingesetzt wird, hat deshalb ein stärkeres Argument als jemand, der nur auf seine Betriebszugehörigkeit verweist.

Verdienst du als Dachdecker weniger, als der Markt hergibt?

KarriereGrün ist das Karriere-Netzwerk für Handwerk und Industrie. Du bewirbst dich nicht hundertfach blind. Du trägst dich einmal ein, und dein persönlicher Talent-Scout stellt dir die Arbeitgeber aus deiner Region vor, die zu deinen Vorstellungen passen.

Die Mitgliedschaft ist kostenfrei, dein Profil ist nicht öffentlich und du gehst keine Verpflichtung ein. Das Eintragen dauert zwei Minuten.