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Maler Weiterbildung: Diese Schritte bringen mehr Geld

Meister, Techniker oder fachliche Spezialisierung? Erfahre, welche Weiterbildungen sich für Maler und Lackierer finanziell lohnen, welche Aufstiegschancen sie eröffnen und wie du deine Fortbildung finanzieren kannst.
Maler Weiterbildung: Diese Schritte bringen mehr Geld

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Du bist Malergeselle, übernimmst längst anspruchsvolle Arbeiten, arbeitest neue Kollegen ein und verdienst trotzdem kaum mehr als früher? Dann kann eine gezielte Maler Weiterbildung der nächste Schritt sein. Dafür musst du nicht zwangsläufig sofort die Meisterschule besuchen. Auch Spezialisierungen im Korrosionsschutz, in der energetischen Sanierung oder in der Denkmalpflege können dir neue berufliche Möglichkeiten eröffnen.

Entscheidend ist, welche Qualifikation zu deinem Ziel passt. Willst du weiterhin praktisch arbeiten, eine Kolonne führen oder perspektivisch einen eigenen Betrieb aufbauen? Zwischen einem kurzen Fachlehrgang, dem Malermeister und dem staatlich geprüften Techniker liegen erhebliche Unterschiede beim Aufwand und bei den späteren Aufgaben. Hier erfährst du, welche Weiterbildungen sich finanziell auszahlen können, was sie voraussetzen und wie du deinen nächsten Karriereschritt angehst.

Welche Weiterbildung bringt Malern mehr Geld?

  • Spezialisierung: Fachkenntnisse in Korrosionsschutz, energetischer Sanierung oder Restaurierung können deine Verhandlungsposition verbessern.
  • Vorarbeiter: Wenn du zusätzlich die Kolonne koordinierst und Baustellenabläufe verantwortest, kannst du über eine höhere Vergütung verhandeln.
  • Malermeister: Der Meisterbrief eröffnet dir Führungsaufgaben, die Ausbildung von Nachwuchskräften und den regulären Weg in die Selbstständigkeit.
  • Malertechniker: Die Technikerausbildung in Farb- und Lacktechnik bietet Perspektiven in Arbeitsvorbereitung, Beschichtungstechnik und Industrie.
  • Förderung: Aufstiegs-BAföG übernimmt unter den gesetzlichen Voraussetzungen einen erheblichen Anteil der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren.
  • Mehr Gehalt: Ein Abschluss allein garantiert keine Gehaltserhöhung, entscheidend sind deine tatsächlichen Aufgaben und der passende Arbeitgeber.

Welche Maler Weiterbildung lohnt sich finanziell?

Mehr Geld bekommst du vor allem dann, wenn deine Weiterbildung den Betrieb fachlich oder organisatorisch weiterbringt. Wer schwierige Beschichtungen selbstständig ausführt, Material und Personal koordiniert oder komplette Projekte verantwortet, übernimmt andere Aufgaben als ein Geselle, der ausschließlich nach Vorgabe arbeitet.

Eine große Aufstiegsfortbildung ist dafür nicht immer notwendig. Je nach Erfahrung und beruflichem Ziel kommen unterschiedliche Wege infrage.

Weiterbildungsweg Typischer Umfang Neue Möglichkeiten
Fachliche Spezialisierung Je nach Lehrgang wenige Tage bis mehrere Monate Anspruchsvollere Facharbeiten, Expertenfunktion
Vorarbeiterqualifizierung Anbieterabhängig, häufig berufsbegleitend Kolonnenführung, Baustellenorganisation
Maler- und Lackierermeister Abhängig von Schule und Vollzeit- oder Teilzeitmodell Meistertätigkeit, Betriebsleitung, Ausbildung, Selbstständigkeit
Staatlich geprüfter Techniker, Farb- und Lacktechnik 2 Jahre Vollzeit oder 4 Jahre Teilzeit Arbeitsvorbereitung, Qualitätssicherung, industrielle Beschichtungstechnik
Restaurierungsqualifizierung Abhängig vom Abschluss und Lehrgang Denkmalpflege, historische Oberflächen, spezialisierte Restaurierungsarbeiten

Die Frage lautet deshalb nicht nur, welcher Abschluss auf dem Papier höher steht. Überlege, welche Arbeit du künftig machen willst und welche Betriebe diese Qualifikation tatsächlich benötigen.

Wie viel verdienen Maler und Lackierer nach einer Weiterbildung?

Die Bundesagentur für Arbeit nennt im Entgeltatlas 2025 für die Berufsgattung der fachlich ausgerichteten Maler- und Lackiererarbeiten ein mittleres monatliches Bruttoentgelt von 3.327 Euro bei Vollzeitbeschäftigung. Das untere Quartil liegt bei 2.958 Euro, das obere bei 3.676 Euro. Diese Werte beschreiben die gesamte Berufsgattung und sind keine gesonderte Gehaltstabelle für Weiterbildungsabschlüsse.

Für dein eigenes Gehalt zählen neben der Qualifikation insbesondere Region, Tarifbindung, Erfahrung und Verantwortung. Ein Geselle mit Spezialkenntnissen kann bei einem passenden Arbeitgeber finanziell besser dastehen als jemand, der zwar einen höheren Abschluss besitzt, diesen im Arbeitsalltag aber kaum einsetzt.

Bevor du mehrere Monate in eine Weiterbildung investierst, solltest du deshalb deinen aktuellen Verdienst einordnen. Mit dem kostenfreien Gehalts-Check von KarriereGrün bekommst du eine erste Orientierung für deinen Marktwert.

Wenn du wissen willst, welche Betriebe deine zusätzlichen Kenntnisse tatsächlich honorieren, kannst du außerdem kostenfrei Mitglied bei KarriereGrün werden. Dein persönlicher Talent-Scout kennt Arbeitgeber in deiner Region und kann mit dir besprechen, wo dein nächster beruflicher Schritt passen könnte. Dafür musst du deinen aktuellen Arbeitsplatz nicht aufgeben.

Malermeister machen: Wann lohnt sich der Meisterbrief?

Der Malermeister lohnt sich besonders, wenn du künftig Mitarbeiter führen, Auszubildende betreuen, Baustellen eigenständig verantworten oder dich selbstständig machen möchtest. Neben der fachlichen Vertiefung lernst du, Aufträge zu kalkulieren, Arbeitsabläufe zu planen und einen Betrieb wirtschaftlich zu führen.

Die Weiterbildung zum Maler- und Lackierermeister umfasst die folgenden Prüfungsteile:

  • Teil I: Fachpraxis und meisterhafte Ausführung.
  • Teil II: Fachtheorie und betriebliche Zusammenhänge.
  • Teil III: Betriebswirtschaftliche, kaufmännische und rechtliche Kenntnisse.
  • Teil IV: Berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse.

Nach § 49 HwO kannst du mit einer einschlägigen, regulär dreijährigen Gesellenprüfung grundsätzlich zur Meisterprüfung zugelassen werden, ohne zuvor eine zusätzliche mehrjährige Gesellenzeit nachweisen zu müssen. Auch für Absolventen anderer Berufe gibt es unter bestimmten Voraussetzungen Zugangswege. Die zuständige Handwerkskammer prüft deine Zulassung.

Der Maler- und Lackierermeister gehört außerdem zu den regulären Qualifikationswegen für die Eintragung in die Handwerksrolle. Das ist relevant, weil das Maler- und Lackiererhandwerk nach Anlage A der Handwerksordnung zulassungspflichtig ist. Andere gesetzliche Eintragungsmöglichkeiten bleiben davon unberührt.

Wie verändert sich dein Arbeitsalltag als Malermeister?

Mit dem Meisterbrief kannst du andere Aufgaben übernehmen. Statt nur die nächste Wandfläche vorzubereiten, kalkulierst du beispielsweise eine komplette Fassadensanierung, koordinierst Mitarbeiter, kontrollierst die Ausführung und klärst technische Fragen mit Auftraggebern.

Wenn du weiterhin überwiegend praktisch arbeiten möchtest, muss die Meisterschule nicht automatisch dein nächster Schritt sein. Möchtest du dagegen eine leitende Funktion übernehmen, bringt dir der Abschluss zusätzliche berufliche Möglichkeiten.

Maler Techniker: Welche Alternative gibt es zum Meister?

Der staatlich geprüfte Techniker der Fachrichtung Farb- und Lacktechnik ist eine Alternative, wenn dich technische Planung, Werkstoffe, Produktionsverfahren oder Qualitätssicherung stärker interessieren als die klassische Führung eines Malerbetriebs.

Insbesondere der Schwerpunkt industrielle Beschichtungstechnik eröffnet dir Tätigkeitsfelder außerhalb der üblichen Malerkolonne. Dazu gehören beispielsweise die Entwicklung und Prüfung von Beschichtungsstoffen, die Überwachung von Produktionsanlagen oder die technische Organisation von Lackierprozessen.

Die Weiterbildung ist landesrechtlich geregelt und findet an Fachschulen statt. Laut Bundesagentur für Arbeit beträgt die Dauer in Vollzeit zwei Jahre, in Teilzeit vier Jahre. Prüfe vor der Anmeldung, welche Voraussetzungen die jeweilige Fachschule verlangt und welche Schwerpunkte sie tatsächlich anbietet.

Malermeister oder Malertechniker im Vergleich

Dein Ziel Passender Bildungsweg
Eigenen Malerbetrieb gründen Malermeister als regulärer Qualifikationsweg
Auszubildende fachlich begleiten und einen Handwerksbetrieb führen Malermeister
In die technische Arbeitsvorbereitung wechseln Techniker, Farb- und Lacktechnik
In der Beschichtungsindustrie arbeiten Techniker mit passendem Schwerpunkt
Weiterhin überwiegend auf Baustellen arbeiten Malermeister, Vorarbeiterqualifizierung oder fachliche Spezialisierung

Beide Fortbildungen können deine Maler Aufstiegschancen verbessern. Ein Technikerabschluss ist allerdings kein automatischer Ersatz für sämtliche Funktionen und Berechtigungen eines Meisterbriefs. Für die Eintragung in die Handwerksrolle gelten die Voraussetzungen des § 7 HwO. Ob dein konkreter Fachschulabschluss dafür ausreicht, entscheidet die zuständige Handwerkskammer.

Malermeister erklärt einem jüngeren Kollegen die fachgerechte Wandbearbeitung bei einer Renovierung.

Welche Maler Spezialisierung bringt dich fachlich weiter?

Wenn du lieber auf der Baustelle bleibst, kannst du mit einer gezielten Maler Fortbildung zusätzliche Aufgaben übernehmen. Besonders interessant sind Fachbereiche, in denen Untergrundkenntnisse, Materialverträglichkeit und eine saubere Ausführung über die Haltbarkeit des gesamten Auftrags entscheiden.

1. Bauten- und Korrosionsschutz

Hier arbeitest du beispielsweise an Stahlkonstruktionen, Industrieanlagen oder anderen Bauteilen mit besonderen Anforderungen an den Oberflächenschutz. Du beschäftigst dich vertieft mit Untergrundvorbereitung, Beschichtungssystemen und Qualitätskontrolle.

Diese Richtung ist interessant, wenn du dir auch eine Tätigkeit im industriellen Umfeld vorstellen kannst.

2. Energetische Sanierung und Fassadentechnik

Wärmedämmverbundsysteme, Untergrundprüfung, Fassadenbeschichtungen und die fachgerechte Ausführung von Anschlussdetails verlangen spezielles Wissen. Entsprechende Fachlehrgänge können dir helfen, innerhalb deines Betriebs anspruchsvollere Sanierungsprojekte zu übernehmen.

Gerade wenn du bereits regelmäßig an Fassaden arbeitest, kannst du vorhandene Berufserfahrung durch eine passende Systemschulung ergänzen.

3. Denkmalpflege und Restaurierung

Historische Oberflächen verlangen andere Arbeitsweisen als eine gewöhnliche Renovierung. Du musst Materialien erkennen, alte Farbfassungen beurteilen und traditionelle Verarbeitungstechniken beherrschen.

Eine formale Möglichkeit ist die Weiterbildung zum Handwerker für Restaurierungsarbeiten im Maler- und Lackiererhandwerk. Für die Zulassung zur entsprechenden Weiterbildungsprüfung sind in der Regel eine einschlägige Gesellenprüfung und mindestens zwei Jahre Berufspraxis erforderlich.

Wenn du später den Meisterbrief besitzt, kannst du darauf mit dem Abschluss Geprüfter Restaurator im Maler- und Lackiererhandwerk, Master Professional für Restaurierung im Handwerk, aufbauen.

4. Hochwertige Innenraum- und Oberflächengestaltung

Kalkputz, Spachteltechniken, dekorative Beschichtungen oder besondere Materialkombinationen eignen sich als Spezialisierung, wenn du handwerklich anspruchsvolle Gestaltungsarbeiten übernehmen möchtest.

Wichtig ist, dass du neben der Ausführung auch Musterflächen erstellen, Kunden beraten und den Materialbedarf richtig einschätzen kannst. Dokumentiere deine Arbeiten anhand abgeschlossener Projekte, damit du deine zusätzlichen Fähigkeiten bei einer Gehaltsverhandlung konkret belegen kannst.

Wie finanzierst du die Weiterbildung zum Malermeister oder Techniker?

Für förderfähige Aufstiegsfortbildungen kannst du Aufstiegs-BAföG nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) beantragen. Damit lassen sich unter den gesetzlichen Voraussetzungen sowohl eine Meisterfortbildung als auch eine entsprechende Technikerausbildung finanzieren.

Für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren sieht § 12 AFBG einen Maßnahmebeitrag von bis zu 15.000 Euro vor. Davon erhältst du 50 Prozent als nicht zurückzahlbaren Zuschuss. Für den verbleibenden Teil kannst du ein zinsgünstiges KfW-Darlehen nutzen.

Bestehst du die Prüfung, können dir auf Antrag weitere 50 Prozent des zu diesem Zeitpunkt noch nicht fällig gewordenen Darlehens für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren erlassen werden.

Bei einer förderfähigen Vollzeitmaßnahme kommt zusätzlich ein einkommens- und vermögensabhängiger Unterhaltsbeitrag infrage. Auch die Materialkosten einer fachpraktischen Meisterprüfungsarbeit können innerhalb der gesetzlichen Grenzen berücksichtigt werden.

Prüfe vor deiner Anmeldung außerdem, ob dein Bundesland eine zusätzliche Meisterprämie anbietet oder dein Arbeitgeber einen Teil der Kosten übernimmt. Bei einem kurzen Speziallehrgang solltest du direkt beim Anbieter nach Fördermöglichkeiten fragen.

Wo sich die Rechnung trotz Weiterbildung nicht auszahlt

Ein Meisterbrief kostet Zeit und Geld. Wenn dein Arbeitgeber anschließend erwartet, dass du dieselben Aufgaben wie vorher übernimmst und weiterhin zum bisherigen Gesellenlohn arbeitest, entsteht daraus noch kein finanzieller Vorteil.

Ähnlich sieht es bei Spezialisierungen aus. Ein Zertifikat für eine besondere Beschichtungstechnik bringt dir wenig, wenn dein Betrieb solche Aufträge gar nicht ausführt. Bevor du dich anmeldest, solltest du daher klären, wie du die neuen Kenntnisse anschließend einsetzen kannst.

Besonders aufmerksam solltest du werden, wenn du bereits eine Kolonne führst, Material bestellst, Baustellen koordinierst oder selbstständig Kundenfragen klärst, ohne dass dein Arbeitsvertrag diese Verantwortung widerspiegelt.

Du musst dich auch nicht darauf verlassen, dass dein Chef dir irgendwann von selbst eine bessere Position anbietet. Als Mitglied bei KarriereGrün kannst du diskret herausfinden, welche Arbeitgeber in deiner Region zu deinen beruflichen Vorstellungen passen. Dein Profil ist nicht öffentlich und kein Betrieb erhält deine Daten ohne deine Zustimmung.

In 6 Schritten zur passenden Weiterbildung und mehr Gehalt

  1. Bestandsaufnahme machen: Schreibe auf, welche Tätigkeiten du aktuell übernimmst. Berücksichtige auch Verantwortung, die nicht ausdrücklich in deinem Arbeitsvertrag steht.
  2. Berufliches Ziel festlegen: Entscheide, ob du Spezialist bleiben, eine Kolonne führen, den Meister machen oder in technische Aufgaben wechseln möchtest.
  3. Weiterbildungsangebote vergleichen: Frage bei deiner Handwerkskammer, Fachschule oder einem geeigneten Bildungsträger nach Lehrgangsinhalten, Prüfungsabschluss, Kosten und Unterrichtszeiten.
  4. Finanzierung klären: Prüfe Aufstiegs-BAföG, mögliche Landesförderungen und eine Kostenbeteiligung deines Arbeitgebers, bevor du einen Vertrag unterschreibst.
  5. Gehaltsgespräch vorbereiten: Halte fest, welche zusätzlichen Arbeiten du künftig selbstständig übernehmen kannst. Informiere dich außerdem darüber, welches Gehalt du bei einem Jobwechsel verlangen kannst.
  6. Perspektiven vergleichen: Besprich deine Entwicklung im aktuellen Betrieb und sieh dich gleichzeitig nach Alternativen um. Bewerte dabei nicht nur das Gehalt, sondern auch Arbeitszeiten, Fahrstrecken, Verantwortung und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Gerade beim letzten Schritt kann dir dein Talent-Scout von KarriereGrün helfen. Er kennt Betriebe in deiner Region und spricht mit dir darüber, welche berufliche Entwicklung du dir vorstellst. Die Mitgliedschaft ist kostenfrei und unverbindlich. Du kannst deinen Marktwert prüfen, ohne vorher kündigen oder Bewerbungen verschicken zu müssen.

Häufige Fragen zur Weiterbildung für Maler und Lackierer

Ja. Wenn du deine regulär dreijährige Ausbildung zum Maler und Lackierer erfolgreich abgeschlossen hast, kannst du nach § 49 HwO grundsätzlich direkt zur Meisterprüfung zugelassen werden. Zusätzliche Gesellenjahre sind dafür nicht vorgeschrieben. Berufserfahrung kann dir trotzdem helfen, weil du in der Meisterprüfung neben theoretischem Wissen auch anspruchsvolle praktische Aufgaben beherrschen musst.

Du kannst zahlreiche Fachlehrgänge berufsbegleitend absolvieren, beispielsweise in Fassadentechnik, Oberflächengestaltung oder Korrosionsschutz. Auch Meisterschulen bieten Teilzeitmodelle an. Für den staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Farb- und Lacktechnik gibt es ebenfalls Teilzeitangebote. Informiere dich bei deiner Handwerkskammer oder Fachschule über Abendunterricht, Wochenendkurse und mögliche Freistellungen durch deinen Arbeitgeber.

Ja. Du kannst dich beispielsweise durch Fachseminare in Wärmedämmverbundsystemen, Korrosionsschutz oder dekorativer Oberflächengestaltung spezialisieren. Auch die Qualifizierung zum Handwerker für Restaurierungsarbeiten kommt mit entsprechender Berufspraxis infrage. Ein Meisterbrief ist dafür nicht grundsätzlich erforderlich. Welche Weiterbildung sinnvoll ist, hängt davon ab, welche zusätzlichen Aufgaben du künftig übernehmen möchtest.

Eine allgemeine gesetzliche Pflicht zur Übernahme deiner Meisterschulkosten besteht für deinen Arbeitgeber nicht. Ihr könnt aber individuell vereinbaren, ob der Betrieb Lehrgangskosten übernimmt, dich für Unterricht und Prüfungen freistellt oder sich anderweitig beteiligt. Kläre vorab schriftlich, welche Bedingungen gelten. Zusätzlich kannst du prüfen, ob deine Fortbildung über das Aufstiegs-BAföG gefördert werden kann.

Ja, insbesondere wenn du Kenntnisse in industrieller Beschichtungstechnik, Korrosionsschutz oder Qualitätssicherung mitbringst. Der staatlich geprüfte Techniker der Fachrichtung Farb- und Lacktechnik mit Schwerpunkt industrielle Beschichtungstechnik eröffnet dir beispielsweise Tätigkeiten in der Herstellung und Anwendung von Beschichtungsstoffen sowie in der Produktionsüberwachung. Welche Stelle zu dir passt, hängt von deinen bisherigen Erfahrungen und den Anforderungen des jeweiligen Betriebs ab.

Weitergebildet, aber dein Gehalt bleibt stehen?

KarriereGrün ist das Karriere-Netzwerk für Handwerk und Industrie. Du bewirbst dich nicht hundertfach blind. Du trägst dich einmal ein, und dein persönlicher Talent-Scout stellt dir die Arbeitgeber aus deiner Region vor, die zu deinen Vorstellungen passen.

Die Mitgliedschaft ist kostenfrei, dein Profil ist nicht öffentlich und du gehst keine Verpflichtung ein. Das Eintragen dauert zwei Minuten.